Technokowitsch? DJ Schubert? Kennen Sie diese Komponisten? Wir auch noch nicht, aber Sie können diese Metamorphosen mit uns auf den Coburger Designtagen erobern. Dort werden zur Eröffnung der Designtage Dmitri Schostakowitsch und Franz Schubert mit elektronischen Mitteln verändert, vertanzt und partytauglich gemacht. Ungewohnte Beats in einer für klassischen Musik ungewohnten Umgebung mit ungewöhnlichem Licht. Eigentlich ist hier nichts gewöhnlich – vielleicht außergewöhnlich?
Das klassische Streichquartett wird durch elektronische octatracs ergänzt, erst wird klassisch umrahmt, dann elektrisch gesprengt. Und wer weiß, vielleicht tanzt sogar jemand mit unseren beiden Balletttänzern zusammen

Martin Emmerich und Dorothee Steuler, Violine
Annemarie Birckner, Viola
Jakob Stepp, Violoncello
Peter Florian Berndt und Lukas Schäfer, elektronische Instrumente
Karina Campos Sabas und Jérôme Peytour, Tanz

Was hatte dieser Mann, der von einem despotischen Vater zum Geigespielen geprügelt wurde, keine ordentliche Bogenführung beherrschte, aber sämtliche Tierstimmen imitieren konnte? War die G-Saite seiner Geige, wie man munkelte, aus dem Darm der ermordeten Geliebten gefertigt? Seine Fingerfertigkeit jedenfalls, dies ist verbürgt, schickte Hoheiten und Fürstinnen reihenweise in die Ohnmacht. Seine Kunst war so unerklärlich, dass man Paganini mit dem Teufel im Bunde wähnte und ihm noch Jahrzehnte nach dem Tod ein kirchliches Begräbnis verweigerte.

Laurent Breuninger, einer der führenden Geiger seiner Generation, spielt die Musik und erzählt die Geschichte eines Musikers, vor dem die Popstars unserer Tage verblassen.

AKTION LUCIA

Licht in das Thema Brustkrebs

Etwa 72.000 Frauen erkranken jedes Jahr an Brustkrebs.
Jede neunte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs.
In Deutschland sterben täglich 48 Frauen, jährlich 17.500 Frauen an Brustkrebs.
Brustkrebs ist mit 30.5 % die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in industrialisierten Ländern.

Was tun wir in Coburg?

Seit 2004 beteiligen wir uns jährlich im Oktober an den bundesweiten Aktionen zum Thema Brustkrebs. Wir wollen damit Licht in das Thema Brustkrebs bringen, auf das Thema aufmerksam machen und betroffene Coburger Frauen und deren Familien unbürokratisch mit unserem Hilfefonds unterstützen. Wir organisieren jedes Jahr dazu Veranstaltungen unterschiedlicher Art.
Das ganze Jahr über bieten wir Kurse zur Prävention nach der mammaCare Methode an.

„Drüben hinterm Dorfe
Steht ein Leiermann
Und mit starren Fingern
Dreht er, was er kann.

Barfuß auf dem Eise
schwankt er hin und her
Und sein kleiner Teller
Bleibt ihm immer leer.“

Es ist ihm nicht an der Wiege gesungen worden, „einer der erschütterndsten Komponisten überhaupt“ (Nikolaus Harnoncourt) zu werden. In der Enge und dem Lärm des Schulhauses auf dem Wiener Himmelpfortgrund, wo der Vater Lehrer ist und die Mutter ein Kind nach dem anderen zur Welt bringt, gilt Musizieren lediglich als Beiwerk, Komponieren nicht als Beruf. Doch ausgewählt von Kaisers Gnaden, entkommt der Sängerknabe der Autorität des Vaters und wird zum Mittelpunkt der Wiener Salons: Franz Schubert, das einsame Genie, der leise Rebell, der unglücklich Liebende.

Zwei posthum veröffentlichte Spätwerke Schuberts – sein opulentes Streichquintett C-Dur und sein berühmtes Streichquartett „Der Tod und das Mädchen“ – bilden die Grundlage dieser Konzertmatinee. Um vollends in die Welt und den Zeitgeist Schuberts eintauchen zu können, werden Lesungen aus Peter Härtlings Buch „Schubert“ die Musik umspannen und durchdringen. Tauchen Sie mit uns tief in Schuberts Seele ein und lassen Sie sich von seinen romantischen Klängen berühren.

Martin Emmerich und Dorothee Steuler, Violine
Annemarie Birckner, Viola
Heiner Reich und Jakob Stepp, Violoncello
Benjamin Hübner, Lesung

Wir befinden uns in Amerika rund um das Jahr 1900. William McKinley und Theodore Roosevelt sind Präsidenten der USA, der Eiffelturm ist in aller Munde, das Instrument Celesta erlebt seine Premiere… Mark Twain ist am Höhepunkt seiner Karriere und der Jazz blüht auf.

Was also liegt näher für uns KLANGGRENZEN als Mark Twain mit Jazz zu kombinieren. Jeder kennt die Geschichten um Tom Sawyer, aber wussten Sie, dass es fiktive Tagebücher von Adam und Eva gibt? In witzige Dialogform gebracht und musikalisch umrahmt von dreielei „Klassik-Jazz“: Darius Milhaud: eine der ersten Klassiker, die mit Jazz experimentierten. Sein Werk „La création du monde“ könnte nicht besser zur Ursprungsgeschichte von Adam und Eva passen. George Gershwin: der Inbegriff des klassik-orchestralen Jazz. Nikolai Kapustin: gerade verstorben hat er die Verbindung von Klassik und Jazz auf eine neue Ebene gehoben.

Martin Emmerich und Laura Schäfer, Violine
Annemarie Birckner, Viola
Heiner Reich, Violoncello
Nina Scheidmantel, Klavier
Frederik Leberle, Sprach-Artist
Anja Bart, Sprach-Artistin